Von Arthur Končar am Mittwoch, Dezember 07 th, 2016 · no Comments · Unter , ,

Mit dem Google Mobile Index schlägt der Suchmaschinengigant 2017 wieder einmal zu, und erneut bleibt kein Stein auf dem anderen. Und alle müssen nachziehen, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Fast alle. Müssen Sie fürchten, von den Ergebnisseiten (SERPs = ‚Search Engine Result Pages‘) zu verschwinden? Ja und nein. Lesen Sie hier, worum es sich dabei handelt, wen es (be-)trifft und was es zu tun gibt.

Die Ausgangslage

Es ist ja kein großes Geheimnis, dass mobile Endgeräte in den letzten Jahren massiv an Präsenz gewonnen haben. Die SEO konzentriert sich bislang aber nach wie vor auf die Desktop-Versionen der Websites. Um den mobilen Seitenaufbau flott zu gestalten wurden bisher manche Inhalte der Desktop-Version für mobile Endgeräte (Handys, Tablets u. ä. ) ausgespart. Hier setzt Google an und wird zukünftig den ‚Mobile Index‘ ins Spiel bringen.

Voraussetzungen

Wer sollte diesen Artikel lesen?

Jeder, der die eigene Website für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen optimiert hat und auch zukünftig gefunden werden möchte.

Welche Vorkenntnisse sollte ich für diesen Artikel mitbringen?

Sie sollten ein Grundverständnis für die Suchmaschinenoptimierung mitbringen und Ihr Angebot bereits daraufhin bearbeitet haben.

Google Mobile Index

Der Ist-Zustand wird quasi umgedreht: künftig werden Websites anhand der Inhalte ihrer mobilen Version indexiert und nicht nach denen der Desktop-Version.

Der Google Mobile Index funktioniert zwar analog zum bisher bekannten Index, wird sich aber auf die Optimierung nach dem ‚mobile first‘-Prinzip konzentrieren. Kurz gesagt: die Mobil-Variante wird zum Darstellungsstandard und die Desktop-Variante kann durch zusätzliche Gimmicks glänzen. So wird der Google Mobile Index also zum Hauptindex werden.

Wen betrifft das?

Jeder, der jeweils eine separate Mobile- und eine Desktop-Variante seiner Website betreibt. Canonical Links sind vom Mobile Index nicht betroffen.

Sollten Sie also bereits bei der Erstellung Ihrer Website auf Responsive Webdesign geachtet haben, sollten Sie sich keine allzu großen Gedanken machen müssen.

Aktiv werden sollten hingegen alle, die zwei oder mehrere unterschiedliche Varianten verwalten.

Googles Tipps für den Mobile Index

Für letztere Gruppe gibt Google einige Tipps. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Ermöglichen Sie auf jeden Fall das Crawlen und Indexieren Ihrer mobilen Variante.
    Dies geschieht mithilfe der Datei ‚robots.txt‚ im Root-Verzeichnis Ihrer Webinstallation. Überprüfen Sie dies mit Googles robots.txt-Tester (Teil der Google Search Console; dafür benötigen Sie einen Google-Account).
  • Melden Sie Ihre mobile Variante an der Google Search Console an.
    Strukturierte Daten sollten tunlichst für beide Varianten funktionieren und sich voneinander nicht unterscheiden. Aber auch hier gilt: unterwegs ist die Ladezeit nach wie vor eine relevante Größe. Informationen, die unterwegs nicht zwingend notwendig sind, sparen Sie in der Mobilversion besser aus.
  • Veröffentlichen Sie die Mobile-Variante erst, wenn sie vollständig ist.
    Vergessen Sie dabei nicht: die Desktop-Version kann ruhig mehr oder detailliertere Inhalte anbieten. Sollten Sie aber eine unfertige oder unvollständige Mobilvariante veröffentlichen, wird sich das negativ auf den Suchindex auswirken.

Fazit

Google wird im Jahr 2017 den Mobile Index aus der Taufe heben und für die Suchergebnisse priorisieren.

In den kommenden Monaten wird Google die Arbeit mit dem Mobile Index in beschränktem Ausmaß testen. Laut Googles Trend Analyst Gary Illyes steht ein definitiver Veröffentlichungszeitpunkt aber noch nicht fest.

Sollten Sie auf mobilen und stationären Websites unterschiedliche Inhalte veröffentlicht haben, haben Sie also noch Zeit zur Vorbereitung.

Glossar

Was bedeutet 'SEO'?

SEO (‚Search Engine Optimization‘ = Suchmaschinenoptimierung) beschäftigt sich mit der fachgerechten Aufbereitung von Inhalten im Internet. Im Fokus steht dabei die Auffindbarkeit der Inhalte in den Suchmaschinen.

Was sind 'SERPs'?

SERPs (‚Search Engine Result Pages‘ = Trefferdarstellung in Seitenform) sind die Ergebnislisten eines Suchauftrages in einer Suchmaschine; auch: ‚Trefferliste‘.

Was ist 'Responsive Webdesign'?

Responsives (‚reagierendes‘) Webdesign, auch ‚RWD‘, ist die sich selbständig an das Endgerät anpassende Darstellungform einer Website.

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