Von Arthur Končar am Sonntag, Juni 10 th, 2018 · no Comments · Unter , ,

Facebook-Fanpages: Blick zur Bühne eines Popkonzertes; am Screen der Facebook-Schriftzug

Betreiber von Facebook-Fanpages können für die Datenverarbeitung durch Facebook mitverantwortlich gemacht werden. Leider wurde auch hier wieder durch zweifelhafte mediale Berichterstattung unnötig Angst und Schrecken verbreitet, viele Betreiber haben ihre Facebook-Fanpages in einer Panikattake gleich samt und sonders gelöscht. Zwei Fragen wurden im Vorfeld äußerst kontrovers diskutiert:

  • Ja, ab sofort ist der Betreiber einer Fanpage GEMEINSAM mit Facebook für das Sammeln und Verarbeiten von Benutzerdaten verantwortlich.
  • Nein, man muss Fanpages nicht sofort vom Netz nehmen.

Wie bei der DSGVO generell müssen Benutzer wissen, dass ihre Daten gesammelt werden. Und zwar:

  • Um welche Daten handelt es sich?
  • Sind sie eindeutig personenbezogen?
  • Wer verwendet sie?
  • Wozu werden sie verwendet?

Facebook-Fanpages: Wie geht die Datensammlung vor sich?

„Diese Daten werden mit Hilfe sogenannter Cookies gesammelt, die jeweils einen eindeutigen Benutzercode enthalten, der für zwei Jahre aktiv ist und den Facebook auf der Festplatte des Computers oder einem anderen Datenträger der Besucher der Fanpage speichert. Der Benutzercode, der mit den Anmeldungsdaten solcher Nutzer, die bei Facebook registriert sind, verknüpft werden kann, wird beim Aufrufen der Fanpages erhoben und verarbeitet.“

(Zitat: Curia, 2018-06-07, https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2018-06/cp180081de.pdf)

Was ist also zu empfehlen?

Leider haben Betreiber von Facebook-Fanpages keine Möglichkeit, das Sammeln und Verarbeiten der Daten durch Facebook abzuschalten oder anderweitig zu unterbinden. Welche Schritte sind also derzeit sinnvollerweise zu unternehmen? Wir sagen:

  1. Ruhe bewahren.
  2. Auf Facebook unter „Info“ eine Datenschutzerklärung hinzufügen und ebenso auf die Datenschutzseite von Facebook verlinken; oder:
    Auf Facebook unter „Info“ auf die Datenschutz-Seite der eigenen Website sowie auf die Datenschutzseite von Facebook verlinken.
  3. In der Datenschutzerklärung festhalten, wie mit den anfallenden Daten verfahren wird (s.o.)
  4. Die Benutzer darauf hinweisen, dass man keinerlei Möglichkeit hat, die Datenanalyse zu beeinflussen (weder ein- noch auszuschalten) und daher auch keine Opt-out-Möglichkeit anbieten kann und auch keinerlei Daten löschen kann.

Hinweis:

Wie auch bei der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO-EU) hat auch dieses Urteil mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Daher meine Empfehlung: die Entwicklung dieses Themas beobachten!


Ist Ihre Website DSGVO-konform?

Wir überarbeiten Ihre Website, um sie DSGVO-EU konform zu gestalten. Was wir tun und was es kostet? Erfahren Sie hier mehr!

Share

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Title
Caption
File name
Size
Alignment
Link to
  Open new windows
  Rel nofollow